Chef 8. Januar 2007
In diesem Beitrag soll es um Modifikationen, Maße und Gewichte zum Endorphin Trickkite von Kitehouse gehen. Bevor es jedoch los geht noch eine kurze Einführung zur Endorphinfamilie. Es gibt 4 Endorphinmodelle, den Alpha(SUL), den Beta(UL), den Comp(Std) und den HiComp(Vtd). Jedes der 4 Modelle hat ein eigenständiges Segel, dazu sind Alpha, Beta und Comp/HiComp unterschiedlich bestabt. Der Comp und HiComp haben beide die selbe Bestabung, und auch das Segel ist vom Shape her gleich nur hat der HiComp halt ein paar Schlitze um seine Arbeit bei entsprechend viel Wind zu verrichten. An den Segelshapes und Bestabungen hat sich seit Einführung des Endorphin meines Wissens nach fast nichts geändert. Fast heißt, dass der Kielstab des Comp / HiComp seit einiger Zeit aus einem G-Force Exel Std Stab besteht im Gegensatz zum früher verwendeten Exel Pro Stab. Ansonsten entsprechen unsere Endos absolut den Serienmodellen. Für mich auch ein Beleg für die excellente Arbeit die Gerd Mössner beim Entwickeln des Endorphin geleistet hat.
Nun aber zu den Modifikationen. Die folgenden Daten stammen von Christian Stahl und mir, und entsprechen genau den aktuellen Einstellungen mit denen wir die Endos dieses Jahr mehr (Chris) oder weniger (in meinem Fall) erfolgreich geflogen sind.
1. Obere Querspreize: die obere Querspreize ist gegenüber den Serienmaßen bei allen Endomodellen um 2cm gekürzt. Resultat ist unter anderem ein deutlich verbessertes Yoyo Verhalten, eine leicht bessere Präzision und (noch) flachere Backspins / Backspincascaden.
2. Gewicht: Wer seine Endos primär im Präzisionsbereich einsetzt und nur gelegentlich trickst, und dies auch primär im “Oldschool” Bereich, sollte mit 14(Alpha) bis 21(Beta-HiComp) bestens zurecht kommen. Ist aber der radikale Trickflug der angestrebte Einsatzbereich benötigen alle Endos mehr Gewicht. Und zwar wie folgt: Endorphin Alpha 30-35 gr, Beta 28-35gr, Comp 28-35gr und HiComp 28-40gr. Die Angabe mit von – bis Werten stellt jeweils den unteren und oberen “Grenzwert” da mit denen die Endos geflogen wurden bzw. im Falle der oberen Grenze bei denen im Präzisionsbereich noch keine Einbußen zu verschmerzen sind. Wieviel Gramm es denn nun genau sind/sein sollen ist letztlich sehr Piloten abhängig und entsprechend auch durch Ausprobe herauszufinden.
3. Waage: Der Endo wird Serienmäßig mit einer Turbowaage ausgeliefert, wobei sich die Waage vom Alpha von den anderen 3 Waagen leicht unterscheidet. Eine optional erhältliche Alternativwaage(Aerostuffwaage) für die Modelle Beta-HiComp hat sich praktisch nicht durchgesetzt. Die Serienwaagen wurden dagegen etwas modifiziert, als Beispiel dafür die Waagemaße von Alpha und Beta-HiComp von Chris und mir.


Es gab und gibt noch ein paar alternative Waagen, von 3-Punkt über Turboreverse bis zu Crossaktiv Versionen, unterm Strich haben sich aber die nur leicht modifizierten Turbowaagen als ausgeglichenste Varianten herausgestellt.
Zum Abschluß noch eine Bitte. Ich würde mich sehr freuen wenn Ihr eigene Erfahrungen, Maße, Waagen mit und zu den Endos gesammelt habt und diese hier als Kommentar beisteuert. Genauso erwünscht sind natürlich noch Fragen zu den obigen Angaben falls das ein oder andere noch unklar ist, oder aber natürlich Kritik wenn der Fehlerteufel zugeschlagen haben sollte oder meine Ausführungen zu speziell oder unpräzise formuliert sind.
Gruß, Clint