Chef 4. Mai 2007
Die Lagerfeuer Runde wurde wie schon an den beiden Vorabenden von dem Versuch eine Kuhle in den Lehmboden zu liegen abgelöst. Trotz Isomatte kein wirklich kuscheliges Vergnügen wie sich mehr und mehr heraus stellte. Aber egal, nur die Harten kommen in den Heuchlinger Garten, die weichen dagegen müssen über den Römerweg schleichen.
Auf jeden Fall begrüßte uns der neue Morgen wie der vorherige. Es hatte Wind, für 7Uhr sogar reichlich, es war ziemlich kalt und keine Wolke trübte den blauen Himmel. Beste Voraussetzungen für einen weiteren schönen Tag. Nach dem Frühstück, mmhh Fleischwurst lecker und gut, war ein klein wenig Fliegen angesagt. Leider hatte der Wind etwas gegen einen netten Videodreh, weshalb es nur beim Versuch blieb den Tag sinnvoll zu verbringen. Stattdessen gab es eine Mittags Siesta im Stuhl des Vertrauens, welche von einer einzigartigen Lenkdrachenvorführung abgelöst wurde. Akteur dieser Vorstellung war der Pilot und Eigner der Corsasena der Tschaikowsky Airline, Grund die vergangenen 2.5 Tage und deren sehr kraftraubender Verlauf sowie die Rückkehr von Dr. Tre nach eintägiger Dienstabstinenz auf die Wiese. Was genau vor allem Dr. Tre und sein Assistent Snoop Duggy Duck mit Hr. Tschaikowsky veranstalteten oder anstellten kann ich leider Mangels eigenem Augenschein nicht sicher wiedergeben.
Fest steht nur, dass die beiden Voodoo Künstler den Hr. Tschaikowsky mit einer Art Zauber in einen hoch spirituellen Zustand versetzt haben, welcher dem Hr. Tschaikowsky außergewöhnlichste Fähigkeiten verlieh.
Aber der Reihe nach. Nach meiner Siesta hatte ich mich nämlich derweil wieder ans Fliegen begeben, was sich aber dank des im Mittel 20km/h und in Böen 35km/h (in Bodennähe gemessen) starken Windes als eher Zähe und wenig tricklastige Darbietung vollzog. Nachdem die Schnur nach einer etwas ungeschickten Landung wieder mal im Löwenzahn Dschungel hängen blieb und ich zu deren Befreiung Richtung Drachen lief sah ich aus dem Basislager den Hr. Tschaikowsky heran nahen. Wobei schweben der bessere Ausdruck wäre. Jedenfalls bewegte er sich zielgerichtet an mir vorbei direkt auf seinen Drachen zu, nahm dessen Schnüre und fing an zu Fliegen. Aufgrund des Windes und seines Schwebezustandes mangelte es ihm aber etwas an Bodenhaftung, worauf er sich einfach in den esoterischen Schneidersitz begab. Mit dem Wind, der Natur und dem Drachen zu einem ganzheitlichen ICH verschmolzen vollführte, oder besser demonstrierte, Hr. Tschaikowsky dann Trickflug im Sitzen vom feinsten. Präzision, 2-Punkt Landungen, Rolling Cascade, Comete, Rolling Susan, Multilazys, Axels und Slot Machine, all das flog er im sitzen bei oben schon erwähnten 20-35km/h. Keine Ahnung wie er es machte, es war jedenfalls einzigartig und verdient aller größten Respekt und Bewunderung. Leider ließ der von Dr. Tre und seinem Assistenten Snoop Duggy Duck hervorgerufene Trance Zustand nach 20min. nach, und Hr. Tschaikowsky beendete seine Flugshow um sich im Basislager mit leckeren Stockwürsten zu versorgen. Das staunende Publikum folgte ihm andächtig und in gebührendem Abstand. Ja, sie alle, die Zeugen des gerade gesehenen waren, werden noch in Jahren ihren Frauen und Männern, Kindern, Enkeln, Ur und Ur-Ur Enkeln in Ehrfurcht von Hr. Tschaikowsky und seinen schnellen Händen erzählen.
Danke an Beatrix und Thomas für die tollen KAP-Bilder.
Kurz nach der Stärkung mit Stockwurst und kühlen Getränken traf mit Dirty Trichter auch der 4. Mann der Stammbesetzung der Blacksuits nach getaner Arbeit wieder ein, womit Feststand das den anwesenden Dracheninteressierten nach der Tschaikowsky Vorstellung ein weiteres Highlight geboten würde. Den ganzen Beitrag lesen »